© Martina Roth

 26. September 2026, 19:00 Uhr

Eine Erzieherin nimmt eine Stelle in einem ostdeutschen Städtchen an, um ein gemütskrankes Mädchen zu betreuen. Die eigentliche Handlung entwickelt sich in den Dialogen zwischen Susanna und ihrer Betreuerin, zwei Wirklichkeitswahrnehmungen, zwei Sprechweisen treffen aufeinander, verstricken sich in Frage und Antwort. In diesem Abend ver-binden sich nicht nur Wort und Musik zu einem Dialog, es treten zwei Frauen-figuren in einen Dialog. Martina Roth spielt beide Figuren in einem virtuosen Alleingang. Wie die Fantasiewelt des Mädchens die Sachlichkeit der Erzieherin verzaubert, wird dabei ebenso sichtbar wie die Trauer über das Verbrechen an Gertrud Kolmar. Ein wirkungssteigerndes Element ist die Einbeziehung der fantasiegesättigten Lyrik der Autorin und deren Vertonung, komponiert von Johannes Conen